Unsere Angebote in Corona-Zeiten

Die GYMWELT hat aufgrund der Aktualität die wichtigsten Themen rund um das Online-Training zusammengefasst. Ebenfalls greifen wir hier das Thema Plattformen, Musik und Übungen mit Alltagsgegenständen auf.

Außerdem findest du weitere hilfreiche Tipps sowie Aktuelles zur Verordnung auf der STB-Seite.
Falls du noch Anregung für dein nächstes Workout brauchst, schau auf dem YouTube-Kanal der GYMWELT nach.

Schutzmasken

Individualisierbare Schutzmasken für die Vereine


Aufgrund der aktuellen Situation und der Knappheit am Markt, hat der Schwäbische Turnerbund beschlossen, Schutzmasken nun auch in zweierlei Varianten anzubieten – Wiederverwendbare Schutzmasken und Einweg-Schutzmasken.

Wiederverwendbare Schutzmasken: Diese findet ihr künftig im WEB2PRINT-Shop unter Sonderaktion, Zugänge für alle Interessierte erhaltet ihr unter korb@stb.de.

Einweg-Schutzmasken: Diese gibt es günstig bei der Druckerei Schefenacker.

Hier sind zweierlei Layouts möglich:

Wichtige Informationen zur Einweg-Schutzmaske im Allgemeinen:

  • Bestellungen werden bis zum 07. Juni von der Druckerei unter der Mail-Adresse stb@w-mg.com angenommen und ab dem 09. Juni bearbeitet.
  • Lieferzeitraum ab dem 16. Juni
  • Die Mindestbestellmenge liegt bei 250 Stück.
  • Über die Druckerei gibt es eine Sammelbestellung, welche uns ermöglicht, den Stückpreis zu senken.
  • Staffelpreise sind folgende:
    • Ab 250 Mund-/Nasenabdeckungen:       2,50 Euro netto pro Abdeckung zzgl. Layoutkosten
    • Ab 1.000 Mund-/Nasenabdeckungen:   1,29 Euro netto pro Abdeckung zzgl. Layoutkosten
    • Ab 5.000 Mund-/Nasenabdeckungen:   1,25 Euro netto pro Abdeckung zzgl. Layoutkosten
  • Versand und Rechnungsstellung an die Besteller kommt direkt von der Druckerei Schefenacker.
  • Drucktermine ist am 07. Juni.

Die Low-Budget Variante, Standardisierte Maske

  • Sendet eine Mail an stb@w-mg.com
  • Codewort „Standard-Maske“ in den Betreff
  • Anzahl der gewünschten Masken in den Betreff
  • Bitte Rechnungsadresse angeben
  • Preis entsteht nach Sammlung der Gesamtstückzahl zum jeweiligen Fristtermin
  • Grundlayout-Kosten werden vom STB übernommen

Die individualisierte Variante, Maske mit Vereinslogo

  • Herunterladen der PDF-Vorlage (korrekte Ansicht nach dem Herunterladen)
  • Klick auf das Bildsymbol, ein Fenster öffnet sich zum Hochladen eines Bildes
    PNG in Bildausschnitt auswählen, hochladen und abspeichern
  • Sendet eine Mail an stb@w-mg.com
  • PDF als Anhang mitsenden
    Codewort „STB-Maske“ in den Betreff
  • Anzahl der gewünschten Masken in den Betreff
  • Bitte Rechnungsadresse angeben
  • Preis entsteht nach Sammlung der Gesamtstückzahl zzgl. der 90 Euro für die Individualisierung
  • Grundlayout wird vom STB übernommen
  • Beim Fragen zum Logo-Einbau melde dich unter sailer@stb.de

Standardisierte Kindermaske

  • Sendet eine Mail an stb@w-mg.com
  • Codewort „Kindermaske“ in den Betreff
  • Diese Maske ist eine etwas kleinere standardisierte Maske mit Turni-Aufdruck
  • Anzahl der gewünschten Masken in den Betreff
  • Bitte Rechnungsadresse angeben
  • Preis entsteht nach Sammlung der Gesamtstückzahl zum jeweiligen Fristtermin
  • Grundlayout-Kosten wird werden vom STB übernommen

Bei weiteren Fragen wende dich an den Schwäbischen Turnerbund sailer@stb.de oder die Druckerei Schefenacker stb@w-mg.com.

Übungsideen

Übungen mit Alltagsgegenständen


Aufgrund der aktuellen Situation, gibt es inzwischen viele Möglichkeiten von zu Hause aus per Video oder Live-Stream zu trainieren.

Da nicht jedem privat Sportgeräte zu Verfügung stehen oder nicht jeder das Training on­line durchführen möchte, haben wir uns neben dem Online-Training eine weitere Varian­te überlegt, wie ihr eure Mitglieder und Kursteilnehmer*innen in Bewegung halten könnt.
Diese Vorlagen sollen zeigen, wie Übungen mit Alltagsgegenständen aussehen können.

Es gibt verschiedene Alltagsgegenstände die einfach in das Training eingebaut werden können. Wir haben uns einige Alltagsgegenstände genommen und stellen euch einige Übungen damit vor:

Livestream-Plattformen im Test

Plattformen für Livestreams – von uns getestet

Aufgrund der Aktualität des Themas „Online-Plattformen“ haben wir für euch die bekanntesten Systeme im Hinblick auf die Anforderungen in den Vereinen getestet.

Hierfür wurde unter anderem die Tonqualität der Übertragung und somit die Wahrnehmung der Übungsleiter*innen aus Teilnehmersicht bewertet. Wichtige Punkte, wie z.B. problemlos individuell Musik einzuspielen sowie die Qualität und synchrone Darstellung des Bildes zur flüssigen Anzeige der Übungen, werden hier überprüft.

Natürlich hängt die tatsächliche Übertragungsqualität bei jedem Anwender auch von der jeweils verfügbaren Bandbreite der Internetanschlüsse und der Anzahl der Teilnehmer*innen ab.

Jitsy

Bei Jitsy liegt die empfohlene maximale Teilnehmeranzahl bei 35. Für eure Videokonferenzen gibt es hier keine zeitlichen Beschränkungen. Die Installation einer Software ist nur bei Mobilgeräten erforderlich. Bei PC, Laptop etc. könnt ihr direkt über den empfohlenen Browser Chrome/Chromium teilnehmen. Die Teilnehmer*innen werden über einen Link, der z.B. über E-Mail verteilt wird, zu der Konferenz, welche auch mit einem Passwort geschützt werden kann, eingeladen. Die Browser Internetexplorer und Edge von Microsoft werden aktuell nicht unterstützt. Firefox funktioniert grundsätzlich, macht aber eventuell verschiedene Probleme.

Bei unserem Test war die Bildübertragung mittelmäßig und einigermaßen flüssig, schnelle Bewegungen wurden größtenteils dargestellt. Die Tonqualität war ausreichend, jedoch mit Verbesserungspotenzial. Die gesamte Bedienungsoberfläche ist einfach und intuitiv gehalten, was die Anwendung sehr angenehm macht. Ihr könnt eine Multimediadatei (z.B. YouTube-Video) übertragen, in dieser Zeit ist aber kein Live-Ton vom Übungsleiter mit Anweisungen und Erklärungen möglich. Mittlerweile hat man eine Option in den Soundeinstellungen um zwischen dem Systemsound (Musik z.B.) und dem Mikrofon (Übungsleiter*in) zu wechseln. Da keinerlei Daten zur Benutzung hinterlegt werden müssen, ist die Anwendung aus Datenschutz-Gesichtspunkten ohne Einschränkungen zu empfehlen.

Bildübertragung               ausreichend
Tonqualität ausreichend
Benutzeroberfläche                 gut

Zoom  

Bei Zoom liegt die mögliche Teilnehmeranzahl bei 100. Für eure Konferenzen gibt es hier allerdings eine zeitliche Beschränkung von 40 Minuten pro Konferenz. Die Installation einer Software ist sowohl bei Mobilgeräten als auch bei PC und Mac erforderlich. Eine Anmeldung ist bei Zoom nur für den/die Übungsleiter*in erforderlich, die Teilnehmer*innen können als Gast den Konferenzen beitreten. Die Installation der Client-Software ist aber für Übungsleiter und Teilnehmer*innen notwendig. Die Kursteilnehmer*innen können auch hier über einen Link zur Konferenz, welche auch mit einem Passwort geschützt werden kann, eingeladen werden.

Bei unserem Test war die Bildübertragung gut und flüssig. Die Tonqualität war in Ordnung. Die gesamte Bedienungsoberfläche ist ebenfalls intuitiv gehalten, was die Anwendung sehr angenehm macht.  Bei der Auswahl der Bildschirmfreigaben kann der Computerton ebenfalls freigegeben werden, um eigene Musik einzuspielen. Die Datensicherheit und Datenschutz (DSGVO-Konformität) sind jedoch durch mehrere Vorfälle in den letzten Wochen bei dieser Anwendung fraglich.

Bildübertragung               gut
Tonqualität ausreichend
Benutzeroberfläche                 gut

Webex

Bei Cisco WebEx liegt die mögliche Teilnehmeranzahl ebenfalls bei 100. Für eure Konferenzen gibt es anders als bei Zoom keine zeitliche Beschränkung. Die Installation einer Software ist sowohl bei Mobilgeräten als auch bei PC und Mac erforderlich. Eine Anmeldung ist bei WebEx nur für den Übungsleiter*in erforderlich, die Teilnehmer*innen können als Gast einer Konferenz beitreten. Die Installation der Client-Software ist sowohl für Übungsleiter*innen als auch Teilnehmer*innen notwendig. Die Kursteilnehmer*innen können auch hier über einen Link zur Konferenz, welche auch mit einem Passwort geschützt werden kann, eingeladen werden.

Bei unserem Test war die Bildübertragung gut und flüssig, selbst schnelle Bewegungen wurden gut dargestellt. Die Tonqualität war auch gut und flüssig. Die gesamte Bedienungsoberfläche ist ebenfalls intuitiv gehalten, was die Anwendung sehr angenehm macht. In den Einstellungen kann bequem zwischen den verschiedenen Soundquellen ausgewählt werden und somit der Lautsprecherton geteilt werden. Es können über die Anwendung auch Multimedia-Inhalte geteilt werden, aber jede/r Teilnehmer*in kann diese individuell starten und pausieren. Bei Jitsy zum Beispiel wird das Video etc. vom Teamleiter zentral gesteuert.  Die Datensicherheit und Datenschutz (DSGVO-Konformität) werden bei Cisco WebEx unterstützt.

Bildübertragung               gut
Tonqualität gut
Benutzeroberfläche                 gut

Teams

Bei Microsoft Teams liegt die maximale Teilnehmeranzahl bei 250. Für eure Konferenzen gibt es eine zeitliche Beschränkung von 4 Stunden pro Live-Event. Die Installation einer Software ist nur beim Übungsleiter erforderlich. Die Teilnehmer können direkt über die unterstützten Browser Edge, Chrome, Firefox und Safari teilnehmen. Die Teilnehmer werden, wie bei diesen Anwendungen üblich, über einen Link, der z.B. über E-Mail verteilt wird, zu der Konferenz, welche auch mit einem Passwort geschützt werden kann, eingeladen.

Bei unserem Test war die Bildübertragung sehr gut und flüssig, selbst schnelle Bewegungen wurden gut dargestellt. Die Tonqualität war sehr gut. Die gesamte Bedienungsoberfläche ist einfach und intuitiv gehalten, was die Anwendung sehr angenehm macht. Bei der Auswahl der zu teilenden Freigaben kann Systemaudio ebenfalls freigegeben werden, um eigene Musik mit zu übertragen. Seit April 2019 ist Microsoft Teams DSGVO-Konform.
Für gemeinnützige Organisation ist Teams prinzipiell erst einmal kostenlos.

Bildübertragung               sehr gut
Tonqualität sehr gut
Benutzeroberfläche                 gut

Skype

Bei Skype liegt die maximale Teilnehmeranzahl bei 50. Für eure Konferenzen gibt es hier keine zeitlichen Beschränkungen. Die Installation einer Software ist nur bei Mobilgeräten erforderlich. Bei PC, Laptop etc. könnt ihr direkt über die unterstützten Browser Chrome und Edge teilnehmen. Die Teilnehmer*innen werden, wie bei diesen Anwendungen üblich, über einen Link, der z.B. über E-Mail verteilt wird, zu der Konferenz, welche auch mit einem Passwort geschützt werden kann, eingeladen.

Bei unserem Test war die Bildübertragung in Ordnung, die Tonqualität sehr gut. Die gesamte Bedienungsoberfläche ist wie bei allen getesteten Anwendungen einfach und intuitiv gehalten, was die Anwendung sehr angenehm macht. Bei Bildschirmübertragungen kann nun auch der Ton des Computers gesendet werden. Dazu auf das „+“ klicken und dann „System Sound teilen“ auswählen. Eine DSGVO-konforme Benutzung ist hier nicht möglich.

Bildübertragung               gut
Tonqualität sehr gut
Benutzeroberfläche                 gut

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:

  Kosten / Teilnehmer / Laufzeit Basic Kosten / Teilnehmer / Laufzeit Pro Techn. Voraussetzungen Daten-schutz
Jitsy – / 35 / – -/-/- App auf Mobilgeräten
keine Anmeldung erforderlich
+
Zoom – / 100 / 40min 13,99€ mtl. / 100 / – Software auf allen Geräten
Anmeldung nur für Moderator
Webex – / 100 / – 12,85€ mtl. / 50 / – Software auf allen Geräten
Anmeldung nur für Moderator
+
Teams -* / 25 / 240min 4,20€ mtl.** / 250 / – Software bei Moderator
Anmeldung nur für Moderator
+
Skype – / 50 / – *** App auf Mobilgeräten
Anmeldung nur für Moderator

*30 tägige Testversion

**Microsoft Teams ist fester Bestandteil von Office 365 Business Essentials, welches aktuell für 4,20 Euro / Monat im Abonnement erhältlich ist.

*** Microsoft Teams ist der Nachfolger von Skype for Business


Weitere Informationen

Der DTB hat einen Leitfaden mit Ideen für die Erstellung eigener Trainingsvideos und Übertragung von Live-Trainingsstunden erstellt. Dabei gibt der DTB Tipps, wie ihr eure Trainigsangebote mit einfachen und kostengünstigen Möglichkeiten weiterführen könnt.

Informationen Musik & YouTube-Videos

In 5 Schritten zu einem Tutorial-Video

Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Nachfrage an Online-Inhalten für die Kurse in den Vereinen hoch. Hobby-YouTuber und Sportwissenschaftler Christian Balkheimer vom Ausbildungsteams des Schwäbischen Turnerbunds präsentiert euch hier, was bei der Eigenproduktion von Videos zu beachten ist und wie ihr auch leicht von Zuhause Inhalte für eure Mitglieder und Kursteilnehmer erstellen könnt.

1. Die Planung

Einfach draus los zu filmen ist möglich, aber ohne eine konkrete Planung wirst du sehr schnell merken wie zeitaufwendig das ganze Projekt wird. Deswegen überlege dir auf Basis der folgenden Fragen genau wie du vorgehen möchtest, um anschließend bei dem Dreh und dem Schnitt Zeit zu sparen:

Je besser die Planung, desto zielgerichteter kannst du während dem Drehen und dem Schneiden arbeiten und sparst dir somit viel Arbeit.

2. Das Equipment

Benötige ich professionelles Equipment? Nein nicht unbedingt, aber es kommt auf deinen persönlichen Anspruch an. Willst du ein 4K-Video produzieren, welches mühelos in einem Kino gezeigt werden kann, dann ja. Willst du nur Tutorial-Videos erstellen, welche leicht hochladbar sind und überwiegend auf dem Smartphone, Tablet oder Laptop geschaut werden, dann reicht dein bereits vorhandenes Equipment meistens aus.

Kamera:
Die meisten aktuellen Smartphones sind bereits mit einer ausreichend auflösenden Kamera ausgestattet. So sind 1080p (Full HD) Videos meist kein Problem. Achte darauf im Querformat zu filmen, da das Standardformat für Videos z.B. in YouTube 16:9 beträgt und alle anderen Formate (z.B. hochkant) mit einem schwarzen Balken links und rechts versehen werden. Möchtest du tiefer in die Tasche greifen, lohnt sich die Besorgung einer Digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) oder einer Action Cam (z.B. GoPro). Vor allem DSLRs bieten zahlreiche erweiterte Optionen zur Erstellung eines Videos wie z.B. verschiedene Objektive oder ein externes Mikrofon, erfordern allerdings auch mehr Kenntnis in der Anwendung.

Stativ:
Wenn du deine Kamera nicht die ganze Zeit in der Hand halten willst, empfiehlt sich ein Stativ. Niemand steht auf verwackelte Videos. Theoretisch kannst du dir auch selbst ein Stativ aus Alltagsgegenständen basteln, aber die Frustration ist hoch, wenn die Kamera genau dann umfällt, wenn du gerade loslegen willst. Stative gibt es in allen Formen und Größen und auch für Smartphones meistens schon für wenig Geld.

Ton:
Wichtiger als die Bildqualität ist bei einem Tutorial- Video der Ton. Kann dich dein Zuschauer nicht richtig verstehen, entfällt der Sinn des Videos. Prinzipiell solltest du darauf achten an einem Ort zu drehen, an dem möglichst wenig Hintergrundgeräusche vorhanden sind. Indoor empfiehlt sich ein kleiner Raum ohne Echo, in einer großen Turnhalle wird es schon schwieriger. Outdoor sind oft viele Nebengeräusche vorhanden. Filmst du mit deinem Smartphone, achte drauf, dass die Kamera möglichst nahe beim Sprecher aufgestellt wird. Für den anspruchsvolleren Einsatz empfiehlt sich ein Richtmikrofon, welches direkt an die Kamera angesteckt werden kann oder ein Ansteckmikrofon. Ansteckmikros gibt es mit oder ohne Kabel und liefern meist schon für wenig Geld ein professionelles Ergebnis (können auch mit einem Smartphone verwendet werden). Da sie direkt am Sprecher angebracht werden, entfällt oft lästiges nachjustieren, wenn sich der Sprecher viel bewegt im Vergleich zu Richtmikrofonen.

Low Budget-Tipp: Verwende ein zweites Smartphone für die Audioaufnahme direkt beim Sprecher und füge Audio- und Video-Spur später im Schnitt zusammen.

Licht:
Wenn du in einem Raum filmst, der gut beleuchtet ist, reicht das Licht meistens völlig für ein Tutorial-Video aus. Optional kannst du alle vorhandenen Lichter anschalten oder dich zusätzlich mit einem LED-Strahler beleuchten. Achte darauf nicht gegen die Sonne zu filmen, so dass du gut im Video erkennbar bist.

PC/Laptop:
Ein moderner PC/Laptop ist meist für den Schnitt von 1080p Videos ausreichend. Achte darauf genügend Speicherplatz zur Verfügung zu haben. Für ein 5- bis 10-minütiges Video kann das Rohmaterial ohne Probleme bis zu 20 GB groß sein. Je mehr Arbeitsspeicher deinem Rechner zur Verfügung steht, desto flüssiger funktioniert die Nachbearbeitung. Schließe im Notfall alle ungenutzten Programme, um mehr Kapazität freizugeben.

3. Dreh

Für einen erfolgreichen Dreh ist Vorbereitung sehr wichtig. Wurden alle Akkus geladen? Habe ich genügend Speicherplatz zur Verfügung? Habe ich benötigte Materialien dabei?
Nachdem du technisch alles optimal eingerichtet hast, kannst du mit dem Drehen beginnen. Überlege dir, ob du am Stück reden willst, oder einzelne Sequenzen aufnimmst. Es ist nicht immer notwendig jeden Text auswendig zu lernen, manchmal ist es auch besser abzulesen (Text außerhalb des sichtbaren Bereiches) oder lange Erklärungen in mehreren Szenen zu filmen. Vermeide langes freies Reden ohne Plan, überlege dir vor dem Einschalten der Kamera was du wie sagen willst. Drehe mehrere Versionen und mehr Material als du benötigst, um später beim Schnitt mehr Auswahl zu haben. Alles was du jetzt nicht filmst, muss mit erhöhtem Zeitaufwand nachgeholt werden. Lasse beim Start und Ende jedes Videos etwas Zeit, um später im Schnitt besser mit dem Material arbeiten zu können. Versuche beim Reden öfters längere Sprechpausen einzubauen, dann kannst du z.B. Versprecher leichter herausschneiden. Wenn es dir schwer fällt lange fehlerfrei am Stück zu reden, lasse die Kamera einfach laufen und schneide am Ende die besten Szenen heraus. Prinzipiell gilt, je besser die Aufnahme, desto weniger Arbeit hast du später im Schnitt. Schaffst du es deinen Inhalt fehlerlos an einem Stück zu präsentieren, musst du später kaum noch etwas schneiden. Für mehr Abwechslung kannst du aus mehreren Perspektiven filmen. Filmst du zeitgleich mit mehreren Kameras, kannst du später zwischen den Perspektiven hin und her springen.

4. Schnitt

Schneiden kannst du theoretisch schon direkt auf dem Handy mit Hilfe kostenloser Software. Geht es um einen längeren Clip, bei dem noch viel im Schnitt erledigt werden muss, empfiehlt sich das Arbeiten auf einem PC/Laptop. Auch hier gibt es kostenlose Software, die für das einfache Zusammenschneiden von einzelnen Videos meist ausreichend ist. Wer wieder tiefer in die Tasche greifen will, kann sich auch hier wieder professionelle Software kaufen. Nach dem Übertragen der Dateien von der Kamera oder Smartphone auf den Laptop kannst du diese benennen, um später einen besseren Überblick zu haben. Vor allem, wenn eine zweite Person deine Dateien verarbeitet, ist es hilfreich, wenn diese einen besseren Überblick hat und genau weiß, wie das Video am Ende aussehen soll. Achte beim Erstellen deines Videos drauf, dass du nur Material verwendest, von denen du die Urheberrechte besitzt (z.B. dein eigenes Material). Willst du weiteres Material mit in dein Video einbinden, kläre vorher mit dem Urheber ab, ob dir das gestattet ist. Solltest du Musik verwenden, nutze entweder urheberfreie Musik oder hole dir die Erlaubnis des Urhebers ein.

YouTube bietet z.B. eine Audiobibliothek mit kostenlos verfügbaren Dateien an. Passe die Audiopegel an und achte trotz untergelegter Musik darauf, dass die Sprache gut zu verstehen ist. Optional kannst du auch beim Dreh vergessene Infos mit Text Einblendungen ergänzen bzw. das Gesprochene damit zusätzlich verstärken oder auf wichtige Punkte hinweisen. Solltest du noch keine Erfahrung mit Videoschnitt haben, lohnt es sich eventuell sich selbst vorher Tutorial-Videos anzusehen. Beim Export der Datei achte darauf, dass diese das richtige Format besitzt und nicht zu groß ist. Die meisten Schnittprogramme bieten extra Exportfunktionen für z.B. einen Upload im Internet an. Ein 5- bis 10-minütiges Video in 1080p sollte für den Upload nicht größer als 1 GB sein.

5. Upload

Überlege dir, auf welcher Plattform du dein Video präsentieren willst. Meist haben viele Videoplattformen Vorgaben, wie groß die Dateien sein dürfen und welches Format diese besitzen sollten.

Überlege dir, wer deine Videos alles sehen darf. Möchtest du, dass deine Videos öffentlich für alle im Internet zugänglich sind oder nur von einer bestimmten Gruppe angeschaut werden können?
YouTube bietet z.B. die Option beim Upload „nicht gelistet“ auszuwählen. So haben nur Personen Zugriff auf das Video, welche den dazugehörigen Link bekommen haben. Möchtest du dein Video in deine Homepage integrieren, ist der Upload auf einer Videoplattform und das anschließende Einbinden meist die bessere Lösung. Achte beim Upload darauf, dass die Option „Einbetten aktivieren“ ausgewählt wurde. Verwendest du urheberrechtlich geschützte Musik, wird dein Video beim Upload oft gesperrt oder bestimmte Funktionen, wie z.B. das Einbetten sind nicht möglich.

Gemafreie und urheberrechtsfreie Musik

Die Theorie

Grundsätzlich ist es nicht erlaubt, urheberrechtlich geschützte Musik zu teilen oder hochzuladen, sofern man selbst nicht der Urheber ist. Das Urheberrecht greift, sobald ein Komponist sein Werk vollendet hat. Es ist nicht vollständig übertragbar und besteht noch 70 Jahre über den Tod des Urhebers hinaus. Sobald etwas im Internet hochgeladen wurde, kann man also davon ausgehen, dass es urheberrechtlich geschützt ist. Der Urheber hat das Recht, selbst zu entscheiden, ob und wie sein Werk veröffentlicht wird.
Will ich ein Musikstück für mein Video verwenden, so muss ich erst den Urheber um Erlaubnis fragen und klären wie (z.B. Kommerziell) und unter welchen Voraussetzungen (z.B. Erwähnung des Interpreten) ich sein Werk verwenden darf.

Die Praxis

Um den Zugang zu frei verwendbarer Musik zu erleichtern, wurden sogenannte Creative Commons Lizenzen eingeführt. Damit können Künstler einfach angeben, ob und wie ihr Werk genutzt werden darf.

Hier lest ihr wie es funktioniert.

Alternativ geben Künstler oft direkt in der Beschreibung an, ob ihr Werk verwendet werden darf.

Bei der Suche nach „GEMA FREIER MUSIK“ auf YouTube geben die Interpreten in ihren Videos oft an, dass das Video für einen bestimmten Verwendungszweck und unter bestimmten Voraussetzungen genutzt werden darf. Bei einer Kommerziellen Nutzung am besten aber genau absichern, da ansonsten Schadensersatzansprüche bei Fehlinterpretation entstehen könnten! Im Bereich gemafreier Musik finden hierbei z.B. Löschungen eines Kursvideos auf YouTube statt.

Alternativ gibt es auch Plattformen speziell für frei verwendbare Musik:

Solltest du noch Fragen zur Videoerstellung oder YouTube-Einbindung haben, wende dich gerne an balkheimer@stb.de. Ich freue mich auch über Feedback.