Unsere Angebote in Corona-Zeiten

Die GYMWELT hat aufgrund der Aktualität die wichtigsten Themen rund um das Online-Training zusammengefasst. Ebenfalls wird hier das Thema Plattformen, Musik und Übungen mit Alltagsgegenständen aufgegriffen.

Weitere hilfreiche Tipps sowie Aktuelles zur Verordnung findet ihr auf der STB-Seite.
Falls ihr noch Anregung für euer nächstes Workout braucht, könnt ihr euch auf dem YouTube-Kanal der GYMWELT Inspiration holen.

Übungsideen

Übungen mit Alltagsgegenständen


Die aktuelle Situation trägt dazu bei, dass es inzwischen viele Möglichkeiten gibt, um von zuhause per Video oder Live-Stream zu trainieren.

Da aber nicht jedem privat Sportgeräte zu Verfügung stehen oder nicht jeder das Training on­line durchführen möchte, haben wir uns eine weitere Varian­te überlegt, wie ihr eure Mitglieder und Kursteilnehmer in Bewegung halten könnt.
Diese Vorlagen zeigen, wie Übungen mit Alltagsgegenständen umgesetzt werden können.

Es gibt verschiedene Alltagsgegenstände die einfach in ein Training eingebaut werden können. Wir haben uns einige dieser Alltagsgegenstände genommen, um euch einige Übungen damit vorzustellen:

Livestream-Plattformen im Test

Plattformen für Livestreams – von uns getestet

Angesichts der Aktualität des Themas „Online-Plattformen“ haben wir die bekanntesten Systeme mit Hinblick auf die Anforderungen in den Vereinen getestet.

Hierfür wurde u.a. die Tonqualität der Übertragung und die Wahrnehmung der Übungsleiter aus Teilnehmersicht bewertet. Wichtige Punkte, wie z.B. problemlos Musik einspielen sowie die Qualität und synchrone Darstellung des Bildes zur flüssigen Anzeige der Übungen, wurden ebenfalls getestet.

Natürlich hängt die tatsächliche Übertragungsqualität auch von der jeweils verfügbaren Bandbreite der Internetanschlüsse und der Anzahl der Teilnehmer ab.

Jitsy

Die empfohlene maximale Teilnehmeranzahl liegt hier bei 35. Eine zeitliche Beschränkung gibt es nicht. Für Mobilgeräte ist die Installation einer Software notwendig. Mit dem PC oder Laptop können die Teilnehmer direkt über den empfohlenen Browser Chrome/Chromium teilnehmen. Die Teilnehmer werden über einen Link zu der Konferenz eingeladen. Der Link wird z.B. über E-Mail verteilt und kann mit einem Passwort geschützt werden. Internet Explorer und Edge von Microsoft werden aktuell nicht unterstützt. Firefox funktioniert grundsätzlich, macht aber eventuell Probleme.

Im Test war die Bildübertragung mittelmäßig und einigermaßen flüssig. Die Tonqualität war ausreichend, jedoch mit Verbesserungspotenzial. Die gesamte Bedienungsoberfläche ist einfach und intuitiv gehalten, was die Anwendung sehr angenehm macht. Multimediadateien (z.B. YouTube-Videos) können eingebunden werden, derzeit aber ohne Live-Ton. Mittlerweile ist es möglich zwischen dem Soundsystem (z.B. Musik) und dem Mikrofon des Übungsleiters zu wechseln.
Da keinerlei Daten zur Benutzung hinterlegt werden, ist die Anwendung aus Datenschutz-Gesichtspunkten empfehlenswert.

Bildübertragung               ausreichend
Tonqualität ausreichend
Benutzeroberfläche                 gut

Zoom  

Bei Zoom liegt die mögliche Teilnehmerzahl bei 100. Allerdings gibt es eine zeitliche Beschränkung von 40 Minuten pro Konferenz. Die Installation einer Software ist sowohl bei Mobilgeräten als auch bei PC und Mac erforderlich und muss sowohl von dem Übungsleiter als auch von den Teilnehmern installiert werden. Eine Registrierung ist nur für den Übungsleiter erforderlich, die Teilnehmer können als Gast beitreten. Über einen Link werden die Teilnehmer zu der Konferenz eingeladen. Der Link wird z.B. über E-Mail verteilt und kann mit einem Passwort geschützt werden.

Im Test war die Bildübertragung gut und flüssig. Die Tonqualität war in Ordnung. Die gesamte Bedienungsoberfläche ist intuitiv gehalten, wodurch die Anwendung sehr angenehm ist. Bei der Auswahl der Bildschirmfreigaben kann der Computerton ebenfalls freigegeben werden, um eigene Musik einzuspielen.
Die Datensicherheit und der Datenschutz (DSGVO-Konformität) sind jedoch durch mehrere Vorfälle in den letzten Wochen bei dieser Anwendung fraglich.

Bildübertragung               gut
Tonqualität ausreichend
Benutzeroberfläche                 gut

Cisco WebEx

Bei Cisco WebEx liegt die mögliche Teilnehmerzahl bei 100. Eine zeitliche Beschränkung gibt es nicht. Die Installation einer Software ist bei Mobilgeräten und auch bei PC und Laptop erforderlich. Sowohl Übungsleiter als auch Teilnehmer müssen die Client-Software installieren. Lediglich der Übungsleiter muss sich einen Account anlegen, die Teilnehmer können als Gast beitreten. Die Teilnehmer werden über einen Link zu der Konferenz eingeladen. Der Link wird z.B. über E-Mail verteilt und kann mit einem Passwort geschützt werden.

Im Test war die Bildübertragung gut und flüssig, selbst schnelle Bewegungen wurden gut dargestellt. Die Tonqualität war ebenfalls gut. Die gesamte Bedienungsoberfläche ist intuitiv gehalten, wodurch die Anwendung sehr ist. In den Einstellungen kann bequem zwischen den verschiedenen Soundquellen ausgewählt werden. Der Lautsprecherton und andere Multimedia-Inhalte können ebenfalls geteilt werden.
Die Datensicherheit und Datenschutz (DSGVO-Konformität) werden bei Cisco WebEx unterstützt.

Bildübertragung               gut
Tonqualität gut
Benutzeroberfläche                 gut

Microsoft Teams

Bei Microsoft Teams liegt die maximale Teilnehmerzahl bei 250. Es gibt eine zeitliche Beschränkung von vier Stunden pro Live-Event. Die Installation der Software ist nur für den Übungsleiter erforderlich. Über die unterstützen Browser Edge, Chrome, Firefox und Safari können die Teilnehmer direkt teilnehmen.
Die Teilnehmer werden über einen Link zu der Konferenz eingeladen. Der Link wird z.B. über E-Mail verteilt und kann mit einem Passwort geschützt werden.

Im Test war die Bildübertragung sehr gut und flüssig, selbst schnelle Bewegungen wurden gut dargestellt. Die Tonqualität war ebenfalls sehr gut. Die gesamte Bedienungsoberfläche ist einfach und intuitiv gehalten, wodurch die Anwendung sehr angenehm ist. Es ist möglich, das Systemaudio zu teilen, um eigene Musik zu übertragen. Seit April 2019 ist Microsoft Teams DSGVO-konform.

Bildübertragung               sehr gut
Tonqualität sehr gut
Benutzeroberfläche                 gut

Skype

Bei Skype liegt die maximale Teilnehmeranzahl bei 50. Eine zeitliche Beschränkung gibt es nicht. Die Installation einer Software ist nur für Mobilgeräten erforderlich. Mit dem PC und Laptop können die Teilnehmer direkt über die unterstützten Browser Chrome und Edge teilnehmen. Über einen Link lädt der Übungsleiter die Teilnehmer zu der Konferenz ein. Der Link wird z.B. über E-Mail verteilt und kann mit einem Passwort geschützt werden.

Bei unserem Test war die Bildübertragung in Ordnung und die Tonqualität sehr gut. Die gesamte Bedienungsoberfläche ist einfach und intuitiv gehalten, wodurch die Anwendung sehr angenehm ist. Bei Bildschirmübertragungen kann der Ton des Computers gesendet werden.
Eine DSGVO-konforme Benutzung ist hier nicht möglich.

Bildübertragung               gut
Tonqualität sehr gut
Benutzeroberfläche                 gut

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:

  Kosten / Teilnehmer / Laufzeit Basic Kosten / Teilnehmer / Laufzeit Pro Techn. Voraussetzungen Daten-schutz
Jitsy – / 35 / – -/-/- App auf Mobilgeräten
keine Anmeldung erforderlich
+
Zoom – / 100 / 40min 13,99€ mtl. / 100 / – Software auf allen Geräten
Anmeldung nur für Moderator
Webex – / 100 / – 12,85€ mtl. / 50 / – Software auf allen Geräten
Anmeldung nur für Moderator
+
Teams -* / 25 / 240min 4,20€ mtl.** / 250 / – Software bei Moderator
Anmeldung nur für Moderator
+
Skype – / 50 / – *** App auf Mobilgeräten
Anmeldung nur für Moderator

*30 tägige Testversion

**Microsoft Teams ist fester Bestandteil von Office 365 Business Essentials, welches aktuell für 4,20 Euro / Monat im Abonnement erhältlich ist.

*** Microsoft Teams ist der Nachfolger von Skype for Business


Weitere Informationen

Der DTB hat einen Leitfaden mit Ideen für die Erstellung eigener Trainingsvideos und Übertragung von Live-Trainingsstunden erstellt. Dabei gibt der DTB Tipps, wie ihr eure Trainingsangebote mit einfachen und kostengünstigen Möglichkeiten weiterführen könnt.

Informationen Musik & YouTube-Videos

In 5 Schritten zu einem Tutorial-Video

Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Nachfrage an Online-Inhalten für Kurse in den Vereinen hoch. Hobby-YouTuber und Sportwissenschaftler Christian Balkheimer vom Ausbildungsteams des Schwäbischen Turnerbunds präsentiert euch, was bei der Eigenproduktion von Videos zu beachten ist und wie ihr auch leicht von zuhause Inhalte für eure Mitglieder und Kursteilnehmer erstellen könnt.

1. Die Planung

Einfach draus los zu filmen ist möglich, aber ohne eine konkrete Planung werdet ihr sehr schnell merken wie zeitaufwendig das ganze Projekt wird. Deswegen überlegt euch auf Basis der folgenden Fragen genau wie ihr vorgehen möchtet, um anschließend beim Dreh und Schnitt Zeit zu sparen.

Je besser die Planung, desto zielgerichteter könnt ihr während dem Drehen und dem Schneiden arbeiten und spart somit viel Arbeit.

2. Das Equipment

Wird professionelles Equipment benötigt? Nein nicht unbedingt, aber es kommt auf den persönlichen Anspruch an. Wollt ihr ein 4K-Video produzieren, welches mühelos in einem Kino gezeigt werden kann, dann ja. Wollt ihr nur Tutorial-Videos erstellen, welche leicht hochladbar sind und überwiegend auf dem Smartphone, Tablet oder Laptop geschaut werden, dann reicht das bereits vorhandene Equipment meistens aus.

Kamera

Die meisten aktuellen Smartphones sind bereits mit einer ausreichend auflösenden Kamera ausgestattet. Dadurch stellen 1080p (Full HD) Videos selten ein Problem dar. Achtet darauf im Querformat zu filmen. Das Standardformat für Videos z.B. auf YouTube beträgt 16:9 und alle anderen Formate (z.B. hochkant) mit schwarzen Balken links und rechts versehen werden. Möchtet ihr tiefer in die Tasche greifen, lohnt sich eine digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) oder einer Action Cam (z.B. GoPro). Vor allem DSLRs bieten zahlreiche erweiterte Optionen zur Erstellung eines Videos wie z.B. verschiedene Objektive oder ein externes Mikrofon. Dies erfordert allerdings auch mehr Kenntnis in der Anwendung.

Stativ

Wenn ihr die Kamera nicht die ganze Zeit in der Hand halten wollt, empfiehlt sich ein Stativ. Niemand steht auf verwackelte Videos. Theoretisch könnt ihr euch auch selbst ein Stativ aus Alltagsgegenständen basteln, aber die Frustration ist hoch, wenn die Kamera genau dann umfällt, wenn ihr gerade loslegen wollt. Stative gibt es in allen Formen und Größen und auch für Smartphones. Ihr erhaltet sie häufig schon für wenig Geld.

Ton

Wichtiger als die Bildqualität ist bei einem Tutorial- Video der Ton. Kann euch der Zuschauer nicht richtig verstehen, entfällt der Sinn des Videos. Prinzipiell solltet ihr darauf achten an einem Ort zu drehen, an dem möglichst wenig Hintergrundgeräusche vorhanden sind. Indoor empfiehlt sich ein kleiner Raum ohne Echo. Eine große Turnhalle ist schon schwieriger. Outdoor sind oft viele Nebengeräusche vorhanden. Filmt ihr mit einem Smartphone, achtet drauf, dass die Kamera möglichst nahe beim Sprecher steht. Für den anspruchsvolleren Einsatz empfiehlt sich ein Richtmikrofon, welches direkt an die Kamera angesteckt werden kann oder ein Ansteckmikrofon. Ansteckmikros gibt es mit und ohne Kabel und liefern meist schon für wenig Geld ein professionelles Ergebnis. Sie können auch mit einem Smartphone verwendet werden. Da sie direkt am Sprecher angebracht werden, entfällt häufig lästiges nachjustieren, wenn sich der Sprecher viel bewegt.

Low Budget-Tipp: Verwendet ein zweites Smartphone für die Audioaufnahme direkt beim Sprecher und füge Audio- und Video-Spur später im Schnitt zusammen.

Licht

Wenn ihr in einem Raum filmt, der gut beleuchtet ist, reicht das Licht meistens für ein Tutorial-Video aus. Optional könnt ihr alle vorhandenen Lichter anschalten oder euch zusätzlich mit einem LED-Strahler beleuchten. Achtet darauf, dass ihr nicht gegen die Sonne filmt, so dass ihr gut im Video erkennbar seid.

PC/Laptop

Ein moderner PC/Laptop ist meist für den Schnitt von 1080p Videos ausreichend. Achtet darauf, dass ihr genügend Speicherplatz zur Verfügung habt. Für ein 5- bis 10-minütiges Video kann das Rohmaterial bis zu 20 GB groß sein. Je mehr Arbeitsspeicher auf dem Rechner zur Verfügung stehen, desto flüssiger funktioniert die Nachbearbeitung. Schließt im Notfall alle ungenutzten Programme, um mehr Kapazität freizugeben.

3. Dreh

Für einen erfolgreichen Dreh ist die Vorbereitung sehr wichtig. Prüft im Vorfeld, ob alle Akkus geladen sind, ob genügend Speicherplatz zur Verfügung steht und ob ihr alle benötigten Materialien dabei habt.

Nachdem technisch alles optimal eingerichtet ist, könnt ihr mit dem Drehen beginnen. Überlegt euch, ob du am Stück reden wollt oder ob ihr einzelne Sequenzen aufnehmen wollt. Es ist nicht immer notwendig jeden Text auswendig zu lernen, manchmal ist es besser abzulesen. Der Text sollte dabei außerhalb des sichtbaren Bereichs sein. Ebenso ist es manchmal besser, wenn ihr lange Erklärungen in mehreren Szenen filmt. Vermeidet langes freies Reden ohne Plan und überlegt euch vor dem Einschalten der Kamera was ihr sagen wollt.

Dreht mehrere Versionen und mehr Material als ihr benötigt, damit ihr später beim Schnitt mehr Auswahl habt. Alles was ihr jetzt nicht filmt, müsst ihr mit erhöhtem Zeitaufwand nachholen. Lasst beim Start und Ende jedes Videos etwas Zeit, um später im Schnitt besser mit dem Material arbeiten zu können. Versucht beim Reden öfters längere Sprechpausen einzubauen, um am Ende z.B. mögliche Versprecher leichter herauszuschneiden. Wenn es euch schwer fällt lange fehlerfrei am Stück zu reden, lasst die Kamera einfach laufen und schneidet am Ende die besten Szenen heraus.
Prinzipiell gilt, je besser die Aufnahme, desto weniger Arbeit später im Schnitt. Schafft ihr es den Inhalt fehlerlos an einem Stück zu präsentieren, müsst ihr später kaum noch schneiden. Für mehr Abwechslung könnt ihr aus mehreren Perspektiven filmen. Wenn ihr zeitgleich mit mehreren Kameras filmt, könnt ihr später zwischen den Perspektiven hin und her springen.

4. Schnitt

Schneiden könnt ihr theoretisch direkt auf dem Handy mithilfe kostenloser Software. Geht es um einen längeren Clip, bei dem noch viel im Schnitt erledigt werden muss, empfiehlt sich jedoch das Arbeiten an einem PC/Laptop. Auch hier gibt es kostenlose Software, die für das einfache Zusammenschneiden einzelner Videos meist ausreichend ist. Wer tiefer in die Tasche greifen will, kann sich auch professionelle Software kaufen. Nach dem Übertragen der Dateien von der Kamera oder Smartphone auf den Laptop könnt ihr diese benennen. Dadurch behältst du später einen besseren Überblick. Das ist besonders dann wichtig, wenn mehrere Personen die Dateien bearbeiten.
Achtet beim Erstellen des Videos drauf, dass ihr nur Material verwendet, von denen ihr die Urheberrechte besitzt (z.B. dein eigenes Material).

Nutzung von fremden Material

Wollt ihr fremdes Material in das Video einbinden, klärt mit dem Urheber im Vorfeld ab, ob es gestattet ist. Bei der Verwendung von Musik solltet ihr entweder urheberfreie Musik einsetzen oder euch die Erlaubnis des Urhebers einholen.
YouTube bietet z.B. eine Audiobibliothek mit kostenlos verfügbaren Dateien an. Passt die Audiopegel an und achtet trotz untergelegter Musik darauf, dass die Sprache gut zu verstehen ist.
Optional könnt ihr auch, Infos die während des Drehs nicht gesagt wurden, mit Text-Einblendungen ergänzen bzw. das Gesprochene zusätzlich verstärken oder auf wichtige Punkte hinweisen.

Solltet ihr noch keine Erfahrung mit Videoschnitt haben, lohnt es sich eventuell vorher Tutorial-Videos anzusehen.

Achtet beim Export der Datei darauf, dass es das richte Format besitzt und nicht zu groß ist. Die meisten Schnittprogramme bieten extra Exportfunktionen z.B. für einen Upload im Internet an. Ein 5- bis 10-minütiges Video in 1080p sollte für den Upload nicht größer als 1 GB sein.

5. Upload

Überleget euch, auf welcher Plattform ihr euer Video präsentieren wollt. Viele Videoplattformen haben Vorgaben, wie groß die Dateien sein dürfen und welches Format diese besitzen sollten.

Im nächsten Schritt solltet ihr euch überlegen, wer eure Videos sehen darf. Möchtet ihr, dass die Videos für alle öffentlich im Internet zugänglich sind oder nur von einer bestimmten Gruppe angeschaut werden können?
YouTube bietet z.B. beim Upload die Option „nicht gelistet“ auszuwählen. Dadurch haben nur Personen Zugriff auf das Video, welche den dazugehörigen Link bekommen haben. Möchtet ihr das Video in eurer Homepage integrieren, ist der Upload auf einer Videoplattform und das anschließende Einbinden meist die beste Lösung. Achtet beim Upload darauf, dass die Option „Einbetten aktivieren“ ausgewählt wurde. Verwendet ihr urheberrechtlich geschützte Musik, wird das Video beim Upload oft gesperrt oder bestimmte Funktionen, wie z.B. das Einbetten sind nicht möglich.

GEMAfreie und urheberrechtsfreie Musik

Die Theorie

Grundsätzlich ist es nicht erlaubt, urheberrechtlich geschützte Musik zu teilen oder hochzuladen, sofern man nicht selbst der Urheber ist. Das Urheberrecht greift, sobald ein Komponist sein Werk vollendet hat. Es ist nicht vollständig übertragbar und besteht noch 70 Jahre über den Tod des Urhebers hinaus. Sobald etwas im Internet hochgeladen wurde, ist davon auszugehen, dass es urheberrechtlich geschützt ist. Der Urheber hat das Recht, selbst zu entscheiden, ob und wie sein Werk veröffentlicht wird.
Wollt ihr ein Musikstück für euer Video verwenden, müsst ihr erst den Urheber um Erlaubnis fragen und klären wie (z.B. kommerziell) und unter welchen Voraussetzungen (z.B. Erwähnung des Interpreten) ihr sein Werk verwenden dürft.

Die Praxis

Um den Zugang zu frei verwendbarer Musik zu erleichtern, wurden sogenannte Creative Commons Lizenzen eingeführt. Damit können Künstler einfach angeben, ob und wie ihr Werk genutzt werden darf.

Hier könnt ihr nachlesen wie es funktioniert.

Alternativ geben Künstler oft direkt in der Beschreibung an, ob und wie ihr Werk verwendet werden darf.

Bei der Suche nach „GEMA FREIER MUSIK“ auf YouTube geben die Interpreten in ihren Videos häufig an, dass ihre Video für einen bestimmten Zweck und unter bestimmten Voraussetzungen genutzt werden darf. Sichert euch bei einer kommerziellen Nutzung am besten genau ab, da ansonsten Schadensersatzansprüche bei Fehlinterpretation entstehen könnten! Im Bereich GEMAfreier Musik finden hierbei z.B. Löschungen eines Kursvideos auf YouTube statt.

Alternativ gibt es auch Plattformen speziell für frei verwendbare Musik:

Solltet ihr noch Fragen zur Videoerstellung oder YouTube-Einbindung haben, wendet euch gerne an balkheimer@stb.de. Ich freue mich auch über Feedback.